Friends of cicé / BLÜTENFREUNDE



„Die Biene ist die wichtigste Art auf der Erde, sie trägt das Ökosystem auf Ihrem Flügel.“ 
Biologe und Bienenforscher Torben Schiffer

Insekten sind das Fundament der Artenvielfalt: Rund 80% aller Wildpflanzen und ein Drittel unserer Nahrungspflanzen hängen von den Dienstleistungen bestäubender Insekten ab. Studien haben gezeigt, dass die Gesamtmasse der Insekten in den letzten 25 Jahren dramatisch abgenommen hat. Was das für die Natur bedeutet, lässt sich bis jetzt nur erahnen. Doch was fehlt ihnen? Unter anderem ein vielfältiges Nahrungsangebot und unterschiedliche Lebensräume. Vereinfacht gesagt: Es gibt zu wenige Blüten – und zu wenige verschiedene Sorten.

Gemeinsam mit unseren Kunden tun wir etwas dagegen: Seit Anfang 2020 pflanzen wir pro verkauftem cicé-Produkt einen Quadratmeter Blühwiese. Natürlich nicht eigenhändig, sondern wir unterstützen das fantastische Projekt Blütenfreunde von Heike und Jan Schmedes, die Teile ihrer landwirtschaftlichen Flächen auf ihrem Gut Bresahn am Schaalsee zum Schutz von Bienen und anderen Insekten in Blühwiesen umwandeln.

Denn wir sind der Ansicht: Wenn der Konsum unserer Produkte nachhaltig sein soll, muss im besten Fall bei jedem Kauf ein neues Stück wilde Natur entstehen. Wir rechnen aktuell damit, allein in 2020 einen halben Hektar Blühwiese finanzieren zu können.

Auf dieser Blühwiese schaffen die Blütenfreunde die Bedingungen, die bedrohte Insektenarten wie die Wildbienen zum Überleben brauchen. „Als Landwirte ist es unsere Aufgabe, für alle Lebewesen auf unseren Feldern gut zu sorgen. Die Wildbienen liegen uns besonders am Herzen, aber auch anderen Kleintieren möchten wir Schutz geben,“ so Heike Schmedes. 



Die Blütenfreunde Jan und Heike Schmedes

"Wir hatten schon immer 'besondere' Flächen," berichtet Heike Schmedes. "Stillgelegte Flächen, vor allem an Waldrändern, auf denen wir wild- und vogelfreundliche Pflanzen gesät haben, quasi als Pufferzone zwischen Wald und Feldfrüchten. Unsere 'Knicks' (Wallhecken zwischen den Feldern) sind unten buschig, so dass sie Tieren Wind- und Sichtschutz und geeignete Nistplätze bieten. Schlehen, Brombeeren und Hagebutten sorgen für köstliches Vogelfutter und einfache Steinhaufen für Unterschlupfmöglichkeiten."

Den Vorwurf, die Landwirte seien die Hauptschuldigen, wenn es um das Artensterben geht, findet sie nicht gerechtfertigt - und vor allem nicht zielführend: "Natürlich hat die Landwirtschaft einen Einfluss auf das Artensterben, aber sie ist bei weitem nicht der einzige Faktor. Jegliches menschliche Handeln hat einen mehr oder weniger großen Einfluss auf die Natur. Wir sollten nicht nur nach Verdächtigen zu suchen, sondern unsere Energie für einen gemeinsamen, stetigen Wandel zum Besseren in Politik, Gesellschaft und Produktion einsetzen. Die Natur muss in allen Bereichen mehr geschont werden und das geht nur gemeinsam." 

Gemeinsam für den Schutz der Wildbienen - wir sind sehr glücklich über diese Kooperation!